Respektiert uns! Wir sind kein Freiwild selbst wenn wir nackt sind!!!

Milo Moiré’s Protest gegen Sexmob auf der Kölner Domplatte ging um die Welt. Bei 4 Grad und starkem Wind stand sie vollkommen nackt während 20 Minuten still auf der Domplatte in Köln, in der Hand ein Schild: „Respektiert uns! Wir sind kein Freiwild, selbst wenn wir nackt sind!!!“

 

 

Nach den Bildern und Berichten aus der Kölner Silvester-Nacht wollte die Künstlerin durch ihre Protest Aktion ein klares Statement setzen: „Ich habe eine Null-Toleranz, was passiert ist und wie damit umgegangen wird. Ich habe mich sofort angesprochen gefühlt. Das war mein erstes explizit politisches Statement. Ich bin ein Mensch, ich bin eine Frau, ich bin Performance-Künstlerin, ich bin Psychologin, ich bin europäische Bürgerin. Ich möchte die Werte wahren und dafür kämpfen, dass sie erhalten bleiben und dass man nicht einen Schritt zurück macht. Die Frauen sollen die Haltung bewahren und sich nicht einschüchtern lassen und für diese Freiheit einstehen. Das ist meine Hauptbotschaft. Und andererseits ist es die Aufgabe der Politik, jetzt Maßnahmen zu ergreifen, damit das nicht mehr vorkommt. Damit Frauen weiterhin in Freiheit leben können.“ 

Protest gegen Sexmob auf der Kölner Domplatte, Milo Moiré

 

„Ich bin fest davon überzeugt, dass die Frauen nicht mehr als Freiwild wahrgenommen werden, wenn man einer nackten Frau genauso viel Respekt entgegenbringt wie einer angezogenen Frau. Man soll uns Frauen respektieren: Man soll keinen Unterschied machen, ob man nackt ist oder angezogen. Die Werte der Frau bleiben erhalten“, so die Artivistin.